Text: Redaktion      Foto: imago/Future Image

Sowohl Menschen als auch Pferde haben immer größere Probleme mit der zunehmenden Resistenz gegenüber herkömmlichen Antibiotika. Dies ist vor allem für die Behandlung von mikrobiellen Infektionen eine große Herausforderung. Britische Forscher haben nun ein vielversprechendes Mittel entdeckt, das diesem Problem entgegenwirken kann – und das in einem 1.000 Jahre alten Medizinhandbuch. Die Universität Nottingham hat dafür seit Jahren mittelalterliche Rezepturen untersucht und ist fündig geworden: „Bald’s Augensalbe“ besteht im Wesentlichen aus Zwiebeln und Knoblauch, Weißwein und Ochsengalle. Diese Tinktur kann dann auf das Auge aufgetragen werden. Das Gemisch hat erstaunlich gut geholfen, wie das Forscherteam zeigen konnte: Sowohl beim Menschen als auch bei Mäusen konnten mehr als 90 Prozent der Bakterien abgetötet werden. Auch wirkt das Mittel gegen sogenannte Biofilme, die die Wundheilung stören. Nun wollen die Forscher ihre Tests auf andere mittelalterliche Rezepturen ausweiten und auch an anderen Tieren, wie dem Pferd, ausprobieren.