Klaus Werzinger
© Privat
Reiten zum Wohle des Pferdes und zum Vergnügen des Reiters – das ist das Leitthema von Klaus Werzinger. Der 48-Jährige unterrichtet auf dem Gutshof Langerwisch bei Berlin und gibt Seminare zur klassischen Reiterei. Sein Reit- und Ausbildungsstil ist dabei geprägt von der klassischen Reiterei in der Tradition der Wiener Hofreitschule und Philippe Karls sowie von der Körperschulung der Feldenkraislehre. „In meiner Arbeit folge ich keinem Einheitsschema der Ausbildung in Lektionen, sondern fördere die individuelle Begabung von Pferd, Mensch und dem Paar Pferd – Mensch“, erklärt Klaus Werzinger sein Trainingskonzept.
„Wen ich nicht unterrichte“: Mir sind alle Pferde und Schüler willkommen, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen.
Preise: Nach Absprache.
Kontakt: Gutshof Langerwisch, Am Gut 3, 14557 Langerwisch, Tel.: 033205/46880, Mobil: 0172/3106525, E-Mail:
klwerz@t-online.de,
www.gutshof-langerwisch.de
Sian Griffiths
Sie startet erfolgreich auf Turnieren im Distanzsport, in
Dressurprüfungen, auf Spring- und Vielseitigkeitsturnieren. Sian
Griffiths, Reitpädagogin und Trainerin B für Distanzreiten, macht es
aber ebenso viel Freude, Ihre Erfahrungen an Ihre Schüler
weiterzugeben. Dabei ist der 37-Jährigen vor allem eine grundsolide
Basis wichtig. Ihre Schüler lernen konsequent, ihre Pferde sorgfältig
zu lösen – und das vor allem mit feinsten Hilfen. „Erst wenn die
korrekte Vorwärts-abwärts-Dehnung geritten werden kann, gehe ich
weiter“, erklärt die Trainerin. „Auf dieser Basis kann man quasi alle
Lektionen mit jedem Pferd erarbeiten.“ Griffiths arbeitet in ihrem
Unterricht nur mit positiver Bestärkung, sowohl fürs Pferd als auch für
den Reiter. Laut wird sie nur, wenn das Pferd ungerecht behandelt wird.
„Geduld, Geduld, Geduld! Das verlange ich von jedem Reiter und vor
allem von mir selbst“, betont die Trainerin.
„Wen ich nicht unterrichte“:
Niemanden. Wer was lernen will, dem kann ich auch was beibringen.
Allerdings würde ich eventuell einem Reiter abraten, mit einem
überforderten Pferd weiter zu arbeiten.
Preise: Einzelunterricht 30
Minuten 30 Euro, 60 Minuten 45 Euro (auf Lehrpferd 30 Minuten 45 Euro,
60 Minuten 60 Euro); Gruppenunterricht: halbe Stunde mit zwei Reitern
18 Euro/Reiter, eine Stunde mit zwei Reitern 25 Euro/Reiter, eine
Stunde mit drei bis vier Reitern 20 Euro/Reiter. Bei einem Radius ab 20
Kilometer Fahrtkosten; Seminare extern sehr unterschiedlich, am Hof 75
Euro/Tag (inklusive Tagesverpflegung), Seminarlehrpferd 25 Euro/Tag
Kontakt: Distanzreitzentrum, Lange Straße 3, 19294 Dadow, Tel.: 038755/44949, E-Mail:
sigrif@web.de,
www.distanzreitzentrum.de
Thies Böttcher
Thies Böttcher ist ein „Kind“ der 90er Jahre. Geprägt wurde er deshalb von fast allen Horsemen, die zu der Zeit nach Deutschland kamen wie PNH-Instruktoren, Alfonso Aguilar und Mike Bridges, am stärksten jedoch von John Lyons und Mark Rashid. In seinem Training arbeitet der 38-Jährige eng mit Physiotherapeuten zusammen. Auch die Dual-Aktivierung von Michael Geitner hat einen festen Platz in seiner Arbeit. Privat reitet Thies Böttcher western, ist aber bei seinen Schülern allen Reitweisen und Pferderassen gegenüber offen. „Meine Schüler sollen vor allem lernen, ein Pferd auszubilden und nicht nur zu reiten – also Erlerntes abzufragen“, erklärt Thies Böttcher sein Ausbildungskonzept. „Wichtig sind mir dabei vor allem anatomisch korrekte Bewegungsabläufe und dass meine Schüler wirklich verstehen, warum sie etwas tun.“ Auch auf seine eigene Fortbildung legt Thies Böttcher wert: Jedes Jahr besucht er rund sechs Kurse bei Trainern unterschiedlichster Reitweisen.
„Wen ich nicht unterrichte“: Ich lehne niemanden im Vorhinein ab, man muss aber schauen, ob die Vorstellungen über das Training übereinstimmen.
Preise: Einzelunterricht 60 Minuten 30 Euro, 45 Minuten 25 Euro, 30 Minuten 20 Euro (plus Fahrtkosten ab 20 Minuten Anfahrt); Gruppenstunde mit zwei Personen 20 Euro/Person, mit drei Personen 15 Euro/Person; Seminare circa 120–130 Euro/2 Tage; Tageskurs 75–80 Euro; einmal im Monat erscheint eine Online-Trainingszeitschrift: 1,25 Euro/Monat
Kontakt: Börnsener Str. 16 b, 21039 Börnsen, Tel.: 040/72910973, E-Mail:
info@gentle-horse-training.de,
www.gentle-horse-training.de
Regina Johannsen
© Christiane Slawik
Ihre reiterliche Ausbildung erfuhr Regina Johannsen bei Helmut Beck-Broichsitter. Er zeigte der 39-Jährigen wie wichtig Werte wie Geduld, Wissen, Demut, Würde, Respekt und Liebe in der Arbeit mit Pferden sind. Diese Werte bilden auch die Basis ihres Ausbildungssystems „Bukephalos“. Einblicke in die Arbeit von Bent Branderup sowie vor allem ihre eigenen Pferde haben den reiterlichen Werdegang von Regina Johannsen außerdem geprägt. Heute unterrichtet die Ausbilderin Pferde aller Rassen und Reiter aller Reitweisen. Selbst reitet sie klassisch, arbeitet aber auch gern mit Westerntrainern zusammen. Ihr Unterrichtsziel ist es, dass der Reiter ein besseres Verständnis für sein Pferd entwickelt und eine selbstständige systematische Arbeitsgestaltung erlernt. „Vertrauen, Gleichgewicht, Gehorsam sind unverzichtbare Themen, die erarbeitet werden müssen und über allen anderen Dingen stehen“, betont Regina Johannsen. „Bei mir beinhaltet jede Stunde einen Plan, meine Schüler können sich so vorstellen, was im Unterricht auf sie zukommt. Allerdings bin ich kein Entertainer in der Mitte, sondern eine Lehrerin, die Aufgaben stellt, an denen Reiter und Pferd wachsen können.“
„Wen ich nicht unterrichte“: Bisher habe ich noch keine Herausforderung abgelehnt. Anfänger und Kinder unterrichte ich selbst nicht, kann sie aber regional weiter vermitteln.
Preise: Einzelunterricht 30-40 Minuten 30 Euro, für Gruppen ab vier Reitern auch extern möglich, dann je Einzelstunde 30 Euro/Person plus Fahrtkosten; Seminare bis sechs Teilnehmer: Tagespauschale 350 Euro, Seminare auf der Reitanlage van Gunst 50–60 Euro/Tag
Kontakt: Rader Weg 1, 21224 Rosengarten-Emsen, Tel.: 0171/4960022, E-Mail:
reginajohannsen@bukephalos.com,
www.bukephalos.com,
www.reitanlage-vangunst.de
Karin Lührs
Zu ihren Kunden gehören vor allem ambitionierte Dressurreiter, die Karin Lührs bis in die schweren Klassen ausbildet und auch auf Turnieren betreut. Trotzdem ist die 43-jährige Sportlehrerin auch offen für Freizeitreiter aller Reitweisen und Pferden aller Rassen. In ihrem Unterricht geht es vor allem um die Bewegungsschulung des Reiters, Sitzproblematiken und Einwirkungsmechanismen werden thematisiert. „Mein Lehramtsstudium kommt dabei auch meinen Schülern zu Gute“, betont Karin Lührs. „Ich bin immer bemüht, niemanden mit Infos zu überfüllen und arbeite in jeder Stunde nur an ein paar Sachen.“ Mit dem Buch „111 Lösungswege für das Reiten“ gibt sie darüber hinaus Ausbildern und Reitern hilfreiche Tipps zu Übungsreihen im Training und dem richtigen Unterrichten.
"Wen ich nicht unterrichte": Menschen, bei denen das Pferd immer Schuld ist und die ihr Pferd quälen. Dazu gehört für mich auch das Reiten mit Schlaufzügeln. Meine Schüler müssen bereit sein, in sich hinein zu fühlen.
Preise: Einzelunterricht 45 Minuten 50 Euro, Seminare (werden von Pferdesportverband Schleswig-Holstein gefördert): circa 20 Euro/Tag
Kontakt: Hauptstr. 51, 23816 Neversdorf, Tel.: 04552/666, Mobil: 0173/2082071, E-Mail:
hof-luehrs@t-online.de,
www.hof-luehrs.de
Marie-Luise von der Sode
© Privat
Freudiges Reiten, freundliches Reiten und am liebsten noch intelligentes Reiten – das ist es, was Marie-Luise von der Sode sich für ihren Unterricht wünscht. „Vor jeder Stunde steht eine Frage seitens des Schülers oder des Pferdes, die wir mit Höherstufung der Gesamtbalance beantworten“, erklärt die Ausbilderin. „Daraus resultiert ein verbessertes Reitgefühl in Richtung Tanz – Légèreté – und ein freudig belastbares, gesünderes Pferd.“ Der Reit- und Ausbildungsstil der 54-Jährigen ist klassisch-englisch, mit Seitensprüngen zur klassisch-iberischen Reitweise, dem Western- und Gangpferdereiten. So ist Marie-Luise von der Sode auch bei ihren Schülern allen Reitweisen gegenüber offen, Sportreitern ebenso wie Freizeitreitern. Außerdem verfügt sie über Erfahrung im Reiten als Therapie und in der Arbeit mit allen Altersgruppen – von Kindern im Vorschulalter bis zu Senioren. Unterricht gibt sie heute nur extern, Schulpferde vermittelt sie auch zum regionalen Unterricht. Darüber hinaus bildet die Trainerin auch zum Lehrer für Feldenkrais aus.
„Wen ich nicht unterrichte“: Frustabbau an der „Ware“ Pferd begleite ich nach einem Versuch des Umlenkens nicht weiter.
Preise: Einzelstunde 56 Euro, mit Schulpferd 66 Euro; Gruppenunterricht bei Fahrt unter einer Stunde 150 Euro, danach 250 Euro, Teilnehmerzahl egal; Seminare, die von ihr ausgeschrieben werden, circa 90 Euro/Tag; sonst ist sie für eine Tagespauschale von 500 Euro/Tag buchbar.
Kontakt: Ziegelei 1, 23919 Behlendorf, Tel.: 04544/8089797, E-Mail:
feldenkraisundreiten@gmx.de, Internet:
www.feldenkraisundreiten.de,
www.feldenkraisgemeinschaft.de
Ina Krüger-Oesert
Zu ihren Lehrmeistern gehören Größen wie Richard Hinrichs und Wolfgang Krischke, bei dessen Hofreitschule sie jahrelang als Co-Trainerin arbeitete. Heute unterrichtet Ina Krüger-Oesert Freizeitreiter ebenso gerne wie Reiter mit Turnierambitionen. Rasse und Reitweise spielen dabei keine Rolle. Die 47-Jährige ist selbst jahrelang turniermäßig Western geritten und besaß auch bis vor Kurzem einen Tölter. Aber das Besondere sind vor allem ihre Lehrpferde – Schulpferde der ganz anderen Art: Unter ihnen findet man spanische Hengste ebenso wie schöne Berber, und sie beherrschen hohe Lektionen wie Piaffe und Passage. Ein Schwerpunkt von Ina Krüger-Oesert ist außerdem das Reiten als Gesundheitssport mit vielen Übungen zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie zum Training des Herz-Kreislaufsystems und der Rumpfmuskulatur.
„Wen ich nicht unterrichte“: Schüler, die ihrem Pferd nicht zuhören wollen. Ansonsten unterrichte ich auch gerne Anfänger und Kinder.
Preise: Einzelunterricht 30 Minuten = 25 Euro, 45 Minuten = 35 Euro, 60 Minuten = 45 Euro; Kinder in Gruppen zu zweit: 40 Euro/Monat mit einmal pro Woche reiten. Alle Preise plus Fahrtkosten bei großer Entfernung. Die Stunden auf Lehrpferden sind zum gleichen Preis möglich; Seminare 125-200 Euro/2 Tage. Einmal im Jahr gibt Richard Hinrichs bei ihr ein Seminar.
Kontakt: Raadener Weg 2a, 24245 Großbarkau, Tel.: 04302/9349, E-Mail:
info@ina-krueger-oesert.de,
www.ina-krueger-oesert.de
Inken Johannsen
© Privat
Die international erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin unterrichtet auf dem Familienhof in Schleswig-Holstein Reitschüler in der Dressur, im Springen und Geländereiten. Ihr reiterliche Werdegang wurde zuerst stark von ihrem Vater, dann auch von Horst Karsten, dem ehemaligen Bundestrainer der Vielseitigkeit, Hans Melzer und Christopher Bartle, die heute die Vielseitigkeitsequipe trainieren, bestimmt. Vor allem die englische Philosophie hat die 33-Jährige beeindruckt. „Die Engländer achten viel mehr auf den Reiter“, berichtet die Trainerin. „Bei einem Sturz gehen sie nicht von einem Zufall aus, sondern suchen immer die Schuld beim Reiter.“ Das ist es auch, was Inken Johannsen ihren Schülern vermitteln will. Sie müssen vor allem lernen, ausbalanciert im Sattel zu sitzen. Am Anfang stehen bei der Trainerin deshalb zunächst intensive Sitzschulungen.
„Wen ich nicht unterrichte“: Wenn ich jemanden abgelehnt habe, lag das meist an den ehrgeizigen Eltern, die zum Beispiel eine Springstunde danach bewertet haben, wie viele und wie hohe Sprünge ich aufgestellt habe. Generell unterrichte ich alle Pferderassen, bei Reitern auch Kinder und Anfänger. Nur Westernreiter sind bei mir wohl nicht richtig.
Preise: Dressur in Einzelunterricht 30 Minuten 15 Euro; Springunterricht in Gruppen von drei bis vier Reitern 60 Minuten 12 Euro pro Person; Geländelehrgänge vier Termine alle zwei Wochen, die aufeinander aufbauen, pro Termin 30 Euro pro Person, alle vier Termine 100 Euro.
Kontakt: Heinrich-Hertz-Str. 7, 25336 Elmshorn, Tel.: 0179/2969269; E-Mail:
info@inken-johannsen.de,
www.holsteiner-johannsen.de
Corinna Scholz
Ihr Motto ist: Jedes Pferd will. Und das nicht nur bei der klassischen Reitausbildung, sondern auch bei der Bodenarbeit. Lektionen der klassisch-barocken und iberische Reiterei, Springtrainings und das Reiten mit Halsring, die Arbeit am langen Zügel oder das Reiten mit Garrocha gehören ebenso zu dem Repertoire der 42-Jährigen. Corinna Scholz verlangt von ihren Schülern eine große Offenheit gegenüber neuen Wegen. Auch sollten sie ein gewisses Grundniveau mitbringen. „Seitengänge müssen sie nicht beherrschen, sollten aber eine Vorstellung davon haben“, betont die für alle Pferderassen offene Trainerin.
„Wen ich nicht unterrichte“: Wer immer nur negativ eingestellt ist und keine Offenheit für Neues mitbringt, kann zu Hause bleiben. Der Wunsch nach Harmonie mit dem Pferd muss spürbar sein.
Preise: Einzelunterricht 45-60 Minuten 40 Euro, Seminare circa 120 Euro/1,5 Tage, Zuschauer 30 Euro/Tag
Kontakt: Reitstall Wüstenkate in Nützen bei 24568 Kaltenkirchen, Mobil: 0173/9075492, E-Mail:
SchoCo007@aol.com,
www.tanzende-hufe.de
Johannes Beck-Broichsitter
© Christiane Slawik
Drei Menschen haben Johannes Beck-Broichsitter zum dem Ausbilder und Reiter gemacht, der er heute ist: Sein Vater Helmut Beck-Broichsitter, Johann Riegler, ehemaliger Oberbereiter der Spanischen Hofreitschule, und Philippe Karl. Aber auch Methoden von Pat Parelli sind dem 40-Jährigen nicht fremd. Heute lehrt er Schülern in Europa und den USA die leichte Dressur. Dabei ist ein Ziel, im Viereck so zu reiten, dass man jederzeit im Gelände sicher galoppieren oder springen könnte, das Pferd also auf leichte Impulse unmittelbar reagiert. Dabei sind nicht nur Warmblüter gestattet, auch für andere Pferde hat Beck-Broichsitter die richtigen Übungen. „Hier sind oft nur Grenzen gesetzt“, sagt der Trainer. „Ich habe zum Beispiel wenig Erfahrung mit dem Bewegungsablauf von Isländern. Die Grundlagen unterrichte ich aber gern.“
„Wen ich nicht unterrichte“: Reiter, die nur eine Bestätigung und nicht Ideen suchen. Nach meiner Erfahrung sind das häufig bereits erfolgreiche Dressurreiter.
Preise: Einzelunterricht 45 Minuten 45 Euro (inkl. Anfahrt), Seminare circa 200 Euro/2,5 Tage
Kontakt: Reitschule FN**** Johannenhof, Kreuzweg 10, 25492 Heist, Tel.: 04122/81108, E-Mail:
info@johannenhof.de,
www.johannenhof.de
Nathalie Penquitt
Nathalie Penquitt reitet nach den Prinzipien, wie sie bereits ihr Vater Claus Penquitt in seinem Buch "Die neue Freizeitreiter-Akademie" beschrieben hat. In ihnen finden altklassische Lektionen nach Francois Robichon de la Guérinière, Elemente des altkalifornischen Westernreitens sowie Überlegungen der iberischen und südfranzösischen Reitweise zusammen. Auch Unterricht bei Richard Hinrichs und Bent Branderup haben die 42-Jährige geprägt. Ihren Schülern hilft die promovierte Tierärztin mit ihren vielseitigen Erfahrungen nicht nur im Sattel, sondern auch bei der Bodenarbeit und bei Zirkuslektionen, bietet Clicker-Trainings und spezielle Jungpferde-Kurse an. Nathalie Penquitt hat zahlreiche Bücher zu ihrer Arbeit mit Pferden herausgebracht, ihr neuestes Buch widmet sich jetzt dem Unterrichten: „Guter Reitunterricht: Die Kunst zu unterrichten – kompetent und kreativ“, Kosmos-Verlag.
„Wen ich nicht unterrichte“: Das habe ich mir noch nie überlegt.
Preise: Einzelunterricht 40 Minuten 30 Euro (plus Fahrtkosten), auf Schulpferd 35 Euro; Seminare circa 90 Euro/Tag, Zuschauer 25–30 Euro/Tag (Seminare dauern zwei bis vier Tage)
Kontakt: Hof Hohenholz, Hohenholzer Weg 36, 27305 Engeln-Scholen, Tel.: 04253/801808, E-Mail:
info@penquitt.de,
www.penquitt.de
Henning Daude
© Privat
Bis zu seinem dreizehnten Lebensjahr konzentrierte sich Henning Daude rein auf das klassische Dressur- und Springreiten, bis er auf einem Kurs Peter Kreinberg kennen lernte. Kurze Zeit später widmete sich Daude immer mehr dem Westernreiten. Er absolvierte Praktika bei Lyle Jackson, Peter Kreinberg, machte eine Ausbildung auf dem Gestüt Leckebusch bei Köln und arbeitete danach lange bei Peter Kreinberg. Heute hat sich der 38-jährige erfolgreiche Turnierreiter selbstständig gemacht und unterrichtet Westernreiter ebenso wie Anhänger der klassischen Reitlehre. Dabei sind ihm vor allem Geduld, Humor, Abwechslung, Disziplin und Fairness gegenüber dem Pferd unheimlich wichtig.
„Wen ich nicht unterrichte“: Reiter, die für ihren Erfolg im Sport unfair zu ihren Pferden sind.
Preise: Einzel- und Gruppenunterricht auf eigenem Pferd und Schulpferd möglich, Wochenendreitkurse: Die Preise werden sehr individuell nach Kundenwunsch, Inhalt, Aufwand und Zeit vereinbart.
Kontakt: Theaterstr. 52a, 29352 Adelheidsdorf, Tel.: 0172/5672426, E-Mail:
info@henningdaude.de,
www.henningdaude.de
Maren Schulze
Die Ausbildung von Pferden und Reitern am Hengsthof Wümmegrund basiert auf der Reiterei des Barock und den Klassischen Lehren. Vor allem Bent Branderup, aber auch Egon von Neindorff und Richard Hinrichs haben den heutigen Reit- und Ausbildungsstil von Maren Schulze geprägt. Von der Grundausbildung bis zur Hohen Schule unterrichtet sie Dressurreiter und Showteilnehmer sowie ambitionierte Freizeitreiter. Dabei arbeitet die Trainerin mit Pferden aller Rassen. Einige ihrer Schüler starten auch erfolgreich auf Turnieren. Darüber hinaus bietet Maren Schulze Didaktikseminare für Reitlehrer an.
„Wen ich nicht unterrichte“: Schüler, die sich nicht auf meine Reitlehre einlassen.
Preise: Einzelunterricht 30 Minuten 25 Euro, 60 Minuten 30 Euro (+ Fahrtkosten), Seminare 185 Euro/2,5 Tage
Kontakt: Hengsthof am Wümmegrund, Horst 58 b, 29640 Schneverdingen, Tel.: 04265/94111, Mobil: 0172/4320077, E-Mail:
maren@klassisch-barock-reiten.com,
www.klassisch-barock-reiten.com
Andrea Schmitz
© Christiane Slawik
Als Andrea Schmitz 1991 den „Friesenpapst“ Günther Fröhlich kennen lernen, entfachte ihre große Liebe zu den Friesenpferden und sie nahm an zahlreichen seiner Showprogramme teil. Wenig später traf sie auf Richard Hinrichs, der sie in der klassischen Dressur unter dem Sattel und an der Hand besonders förderte. Nach ihrer Tätigkeit als Bereiterin im Barockpferde-Gestüt Neu-Waldhof ritt sie vier Jahre mit ihren zwei Pferden Ulco und Bailador in der Tour zum Zauberwald II mit. Neben den Showauftritten und der Teilnahme an Barockturnieren widmet sich die 36-Jährige gerne dem Unterrichten in der klassischen Dressur.
„Wen ich nicht unterrichte“: Schüler, bei denen die Chemie nicht stimmt.
Preise: Einzelunterricht 30–45 Minuten 40 Euro
Kontakt: Blumenweg 12, 30900 Wedemark, Mobil: 0172/5906184, E-Mail:
andreaschmitz2@gmx.de
Ruth Giffels
Ruth Giffels ist langjährige Schülerin von Egon von Neindorff, Kurt Albrecht und Richard Hinrichs und bildet Reiter bis hin zur Hohen Schule aus – auch im Damensattel. Oft kann man die Ausbilderin bei barocken Showvorführungen bewundern. Ihre besondere Spezialität ist die Galopparbeit, über die sie auch bereits ein Buch geschrieben hat („Vom Grundgalopp zu Einerwechseln“).
Ruth Giffels ist vorerst ausgebucht und kann keine weiteren Schüler aufnehmen.
Kontakt: Küsterswisch 2, 30900 Wedemark, Tel.: 05130/582480, Mobil: 0177/5824800; E-Mail:
rgiffels@gmx.de
Christin Krischke
Gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang und Tochter Diana bildet Christin Krischke auf der einzigen Hofreitschule Deutschlands ausgewählte Schüler in der Barockreiterei der Légèreté aus. Sie lehren die Grundsätze der alten Reitmeister wie Antoine de Pluvinel und Georg Engelhard von Löhneysen. Deren Schriften und das große Talent der Barockpferde haben den Reit- und Ausbildungsstil der Krischkes geprägt.
„Wen ich nicht unterrichte“: Wir unterrichten nur ausgewählte Schüler auf männlichen Barockpferden. Wer Turniere reiten will, wird nach Hause geschickt.
Preise: Einzelunterricht (nur am Hof) 30– 45 Minuten 75 Euro, Seminare nur als Zuschauer 90 Euro/Tag (inkl. zwei Mahlzeiten)
Kontakt: Hofreitschule Bückeburg, Schlossplatz 7 b, 31675 Bückeburg, Tel.: 05722/898350, E-Mail:
info@tjoster.de,
www.tjoster.de
Im Interview:
Mein Pferd: Sie unterrichten nur ausgewählte Schüler, warum?
Christin Krischke: Wir sehen uns eher als Akademie für Hochbegabte. Wir möchten, dass unsere Schüler dasselbe schöne Gefühl beim Reiten erleben wie wir. Dazu brauchen sie aber diese hochbegabten barocken Pferde. Dann nehmen wir nur männliche Pferde auf, da wir viele Hengste auf unserem Hof haben und der Geruch einer Stute unsere Herrschaften ziemlich durcheinanderbringen könnte.
Mein Pferd: Und mit welchen Rassen kann man zu Ihnen kommen?
Christin Krischke: Mit allen barocken Rassen wie Andalusiern, Lusitanos, Berbern, Lipizzaner und Original-Knappstruppern. Bei Friesen prüfen wir die Eignung. Viele sind leider doch barocke Carossiers, also Kutschenpferde. Interessenten bewerben sich immer mit einem Foto, damit wir die Eignung abschätzen können.
Mein Pferd: Kann man als Schüler auch bei Ihren Vorführungen mitreiten?
Christin Krischke: Natürlich. Unsere Schüler nehmen oft nach kürzester Zeit an Veranstaltungen teil. Vor allem bei Seminaren können sie den Zuschauern oft gut demonstrieren, welche Probleme es geben kann und wie unsere Lehre dabei hilft.
Ralph Edmond Knittel
Ein echter Allrounder: Ob Western, klassisch oder barock – Ralph Edmond Knittel ist in jeder Sparte zu Hause und unterrichtet sie auch. Der FN-Pferdewirtschaftsmeister und Trainer B im Westernreiten bietet seinen Schülern dabei Einiges: Er trainiert sie im Hinblick auf Trail, Horsemanship, Western Riding, Pleasure oder Reining, bereitet sie auf Dressurturniere bis zur Klasse S vor oder lehrt zirzensische Übungen und Bodenarbeit. „Meine Schüler können sich bei mir das Passende für ihr Pferd heraussuchen und werden nicht festgelegt“, erklärt der 52-Jährige, der selbst noch Dressur- und Barockturniere bestreitet.
„Wen ich nicht unterrichte“: Schüler, die nur den sportlichen Erfolg sehen, ihrem Pferd eventuell auch gesundheitlich schaden, aber keine Korrekturen annehmen.
Preise: Einzelunterricht 30 Minuten 20 Euro (auf der Reitanlage Hameln, sonst plus Fahrtkosten); Seminare circa 85 Euro/Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag
Kontakt: Am Hastebach 4, 31860 Emmerthal, Mobil: 0171/3100812,
www.rek.vhu-webdesign.de
Nico Hörmann
Angefangen hat der Mannschaftseuropameister von 2007 als Klassisch-Reiter. Obwohl er schon als kleiner Junge die Cowboy cooler als die Reiter in Strumpfhosen fand. 1990 wechselte der 29-jährige dann vom Englisch- in den Westernsattel. Seitdem ging alles Schlag auf Schlag: Erst ritt er auf der Flachsberg Ranch von Kay Wienrich in der Nähe von Bremen, bevor er die Farm 2000 übernahm. Schnell spezialisierte er sich auf Reining und holte in dieser Westerndisziplin mit der Mannschaft 2007 den Europatitel. Am Westernreiten fasziniert ihn die Athletik, Dynamik und Leichtigkeit. Anfang des Jahres zog er auf die Riverlane Ranch in Bünde, wo er Pferde bis zum Turnierstart ausbildet.
„Wen ich nicht unterrichte“: Unterrichtet nur Westernreiter.
Preise: Einzelunterricht 50 Euro, Seminare 220 Euro.
Kontakt: Werfer Straße 172, 32257 Bünde, Tel.: 05223/1801244, E-Mail:
info@nico-hoermann.com,
www.nico-hoermann.com
Brigitte Tönsfeuerborn
Ihre reiterliche Ausbildung erfuhr Brigitte Tönsfeuerborn in Kanada. Ihr Unterricht basiert deshalb auf der kanadischen Westernreitlehre. Ihre Schüler sollen vor allem den sicheren Umgang mit dem Pferd lernen und ein Gespür für das Tier bekommen. Tönsfeuerborn unterrichtet in Einzelstunden und in Gruppen Anfänger, Einsteiger und Fortgeschrittene aller Reitweisen. Auch Reiter mit Turnierambitionen werden gefördert. „Bei mir reiten Dressurreiter und auch Gangpferdebesitzer“, betont die 39-Jährige. „Besonders gern helfe ich auch ängstlichen Reitern, eine harmonische Beziehung zum Pferd aufzubauen oder wiederherzustellen.“
„Wen ich nicht unterrichte“: Jemanden, der sein Pferd als Sportgerät sieht und extrem auf Leistung aus ist, zum Beispiel Menschen, die ihr Pferd zu jung anreiten wollen. Bei mir steht die Harmonie an erster Stelle.
Preise: Einzelstunde 25 Euro (auf Schulpferd 30 Euro), Seminare circa 60 Euro/Tag
Kontakt: Marpestr. 59, 32825 Blomberg, Tel.: 05236/889901, E-Mail:
info@canadian-horsemanship.de,
www.toensfeuerborn.de
Annette Platen
Annette Platen, Tochter der bekannten Buchautorin und Trainerin Marlit Hoffmann, ist ausgebildete FN-Trainerin B. Ihr Unterricht läuft jedoch nicht strikt nach der Lehre der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung). Auch Grundsätze der barocken Reitweise fließen mit ein. Der 40-Jährigen geht es vor allem darum, die Bewegungsabläufe und die Wahrnehmung des Reiters zu schulen. Im Gegensatz zu vielen anderen Trainern unterrichtet sie dabei auch gern Anfänger und Kinder. Auch Kinder mit leichten Behinderungen finden sich unter ihren Schülern. Annette Platen gibt Einzelunterricht und Gruppenstunden bis maximal vier Reitern, auch auf Schulpferden.
„Wen ich nicht unterrichte“: Jemanden, der möchte, dass ich seinen Haflinger zum Tölten bringe. Und Reiter mit Turnierambitionen sind bei mir nicht richtig.
Preise: Einzelunterricht 60 Minuten 25 Euro, Seminare 30–60 Euro/Tag
Kontakt: Katzenfurter Str. 4, 35630 Ehringshausen-Daubhausen, Tel.: 06449/6851, E-Mail:
annette_platen@web.de
Peter Pfister
© Privat
Peter Pfister macht in seinen Kursen keinerlei Unterschiede zwischen Pferderassen oder Reitweisen. Er selbst hat sich aus den verschiedensten Bereichen das zusammengestellt, was er für die Pferde am Besten findet – ganz nach dem Motto „Prüfe alles, behalte das Beste“. Dieser Mix besteht unter anderem aus Grundsätzen der Légèreté wie die Leichtigkeit am Schenkel, das Gymnastizieren aus der klassischen Dressur und Auszügen des Ranch-Reitens. Für den 54-Jährigen ist dabei das Bestreben nach einer harmonischen, niveauvollen und naturorientierten Partnerschaft mit dem Pferd stets oberstes Ziel. Autorität, Vertrauen, System und Konsequenz sind für ihn die vier Säulen für eine erfolgreiche Pferdeausbildung. Auch seine Schüler sollen lernen, losgelöst von Zwängen einer starren Lehre, ihr Pferd selbstständig so reiten, wie es ihm gut tut.
„Wen ich nicht unterrichte“: Einen Schüler, der nichts lernen will. Der würde aber vermutlich auch nicht zu mir kommen. Meine Schüler müssen an sich arbeiten und sollten nicht ständig widersprechen. Mein Unterricht ist eher für Erwachsene – auch gerne Anfänger –, weniger für Kinder.
Preise: Einzelstunde 50 Euro (nur am Hof), werden oft verbunden mit einem Urlaub, Ferienwohnung am Hof; Seminare 160–230 Euro/2 Tage
Kontakt: Hermann-Löns-Str. 11, 35713 Eschenburg, Tel.: 02774/6118, E-Mail:
info@peterpfister.de,
www.peterpfister.de
Ulrike Pottrick
© Ilja van de Kasteele
Beim Distanzreiten geht es der 42-Jährigen nicht um Tempobolzerei – sie fasziniert die Taktik und die abwechslungsreichen Anforderungen im Gelände. Seit 1989 reitet sie nationale und internationale Distanzen bis 160 Kilometer. Dabei war die Trainerin B mit Schwerpunkt Distanzreiten schon häufiger bei Welt- und Europameisterschaften am Start.
„Wen ich nicht unterrichte“: Keine Einschränkungen.
Preise: Einzelstunde 60 Euro, Seminare nach Absprache
Kontakt: Wolfshof in 37443 Bartolsfelde, Tel.: 05524/3840;
www.wolfshof-bartolfelde.de
Im Interview:
Mein Pferd: Was unterscheidet ein Distanzseminar von anderen Seminaren?
Ulrike Pottrick: Die Vielseitigkeit. Neben dem Reitunterricht lernen die Schüler alles rund um Fütterung, Haltung und Trainingslehre. Viele wissen zum Beispiel nicht, wie man gezielt die Kondition für einen Distanzritt aufbaut. Deshalb üben wir auch gezieltes Temporeiten oder den richtigen Umgang mit dem Herzfrequenzmesser. Bei einem Distanzrennen zählt eben nicht nur das reiterliche Können.
Mein Pferd: Welche Voraussetzungen sollte ein Schüler denn mitbringen?
Ulrike Pottrick: Er sollte unabhängig sitzen und sattelfest in allen drei Grundgangarten sein. Obwohl ich bei Bedarf den Reiter auch noch einmal an die Longe nehme. Im Unterricht arbeiten wir dann am unabhängigen Sitz und einer gezielten, reiterlichen Einwirkung.
Peter Kreinberg
Der 56-jährige gilt als „Brückenschläger“ zwischen den Reitweisen. Zwar interessierte er sich bereits in den siebziger Jahren für das Westernreiten, aber seine Unterrichtsmethode begeistert auch „Klassisch“ – Fans. Darin verbindet er Inhalte der Deutschen Kampagneschule, der altkalifornischen Vaquero-Reitweise, der Schule der Légèreté und des Horsemanship. Sein Ziel ist ein Pferd, das zwanglos, entspannt, weich und willig die Anfragen des Reiters ausführt.
„Wen ich nicht unterrichte“: Keine Einschränkungen.
Preise: Seminare: 220 Euro Reiter, 15 Euro Zuschauer
Kontakt: The Gentle Touch GmbH, Birkenweg 37 a, 38559 Wagenhoff, E-Mail:
email@thegentletouch.de,
www.thegentletouch.de
Svea Kreinberg
Geprägt wurde Svea Kreinberg vor allem von ihrem bekannten Vater Peter Kreinberg. In den USA lernte die erfolgreiche Turnierreiterin bei Trainern wie Kit Carpenter und Ronnie Hodges die klassisch kalifornische Westernreitweise immer mehr schätzen. „Die kalifornische Reitweise unterscheidet sich stark vom modernen Westernsport“, erklärt die 34-Jährige. „Es geht viel mehr um eine harmonische Beziehung zum Pferd, um richtig gutes Horsemanship.“ In ihrem Unterricht auf dem Gestüt Goting Cliff vermittelt Svea Kreinberg ihren Schülern ein Verständnis für die richtige Hilfengebung und vor allem erst einmal Sicherheit, dazu helfen auch die verlässlichen Lehrpferde. Ihr Ziel ist eine stressfreie und entspannte Beziehung zwischen Reiter und Pferd als Resultat gelungener Kommunikation. Die Trainerin möchte, dass die Schüler verstehen, warum sie etwas machen und lernen, ihr Pferd selbstständig, ohne Reitlehrer in der Mitte, korrekt zu reiten. Dabei unterrichtet sie Anfänger ebenso wie Umsteiger und Fortgeschrittene, Westernreiter ebenso wie Dressurreiter und Gangpferde-Besitzer.
„Wen ich nicht unterrichte“: Jemanden, der sehr ehrgeizig ist, und bei dem das Pferd an zweiter Stelle steht. Ich würde aber immer versuchen, darauf zunächst Einfluss zu nehmen. Ich unterrichte eher keine Kinder.
Preise: Einzelunterricht mit eigenem Pferd 25 Euro, auf Lehrpferd 35 Euro; Gruppenunterricht auf Lehrpferden (bis maximal 3 Reitern) 30 Euro pro Person; Seminare 150–250 Euro/2–4 Tage
Kontakt: Goting Cliff, Birkenweg 37 a, 38559 Wagenhoff, Tel.: 05376/7633, Mobil: 0173/7117480, E-Mail:
info@goting-cliff.de,
www.goting-cliff.de
Gaby Hans
© Christiane Slawik
Gaby Hans nennt ihre Lehre die klassische Reitkunst für Freizeitreiter. Dabei haben alle ihre Pferde ein Mitspracherecht. „Das ganze Gerede um Dominanz hat bei mir nichts zu suchen“, erklärt die Rekenerin, die auch von Hilfszügeln und Sporen nichts hält. Diese Grundsätze müssen auch ihre Schüler beachten. Denen bietet sie dafür einiges: Neben der Arbeit im Sattel gibt die 49-Jährige Kurse zu Zirkuslektionen und Bodenarbeit sowie Hundebegleitschulungen.
„Wen ich nicht unterrichte“: Jemanden, der bis an die Zähne bewaffnet ist, und sein Pferd mit Kraft und Druck arbeiten will.
Preise: Einzelstunde 30 Euro, auch auf Schulpferden (plus Fahrtkosten), Seminare 50–100 Euro/Tag
Kontakt: Lökerhok 2, 48734 Reken, Tel.: 02864/4854, Mobil: 0172/6019849, E-Mail:
gaby.hans@t-online.de,
www.gaby-hans.com
Heinz Welz
Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Heinz Welz mit Pferde zusammen. Und seit mehr als zehn Jahren führt er Reiter in das „Geheimnis des Pferdeflüsterers“ ein. Mehr als 9.000 Menschen mit fast 8.000 Pferden zählt der 59-Jährige mittlerweile zu seinen Kursbesuchern. Heinz Welz ist Journalist, Pädagoge, Psychologe, Kommunikationswissenschaftler und Persönlichkeitstrainer, lange Jahre war er selbst ein sehr ehrgeiziger Turnierbestreiter – bis er erkannte, dass es so nicht weitergehen kann. Heute versucht Welz auch seinen Schülern den besonderen Respekt vor dem Lebewesen Pferd zu vermitteln. Er versteht sich in seinen Kursen nicht als Pferdetrainer, sondern als Menschentrainer. Freiweg nach dem Satz von Tom Dorrance "Das Pferd hat immer recht" versucht Welz eher die Denkweise der Menschen in neue Bahnen zu lenken, sie aufmerksam zu machen, damit sie sich ihrer Körpersprache und ihrer Gefühle bewusst werden. Reitstil und Pferderasse sind dabei Nebensache. „Ich filtere selbst aus allen Reitstilen das – meiner Meinung nach – Beste heraus und füge es zusammen als ‚Logisches Reiten mit Herz‘“, erklärt der Trainer.
„Wen ich nicht unterrichte“: Ich schließe niemanden aus, weder Mensch noch Pferd.
Preise: Einzelstunde 80 Euro (zum gleichen Preis auch auf Schulpferd möglich); Gruppenstunde bis maximal vier Reitern circa 35 Euro/Person (nach Personenzahl gestaffelt); Seminare 230 Euro/2,5 Tage (rund 20–24 Stunden Theorie und Praxis)
Kontakt: Auf der Bleiche 10, 51570 Windeck-Dreisel, Tel.: 02292/800120, Mobil: 0171/5304885, E-Mail:
info@heinzwelz.de,
www.heinzwelz.de
Herbert Quast
© Ilja van de Kasteele
Der 53-jährige war zehn Jahre im Dressurviereck und im Springparcours unterwegs, bevor er 1985 auf die Westernreitweise umsattelte. Während eines vierjährigen USA-Aufenthaltes arbeitete er auf einer Ranch in Texas mit Jung- und Problempferden. Er hat sich einer pferdelogischen und sanften Ausbildung am Boden und im Sattel verschrieben und ist offen für alle Reitweisen. Er möchte keine Spezialisten, sondern Pferde, die möglichst vielseitig ausgebildet sind. Seine Schüler schätzen an ihm sein Einfühlungsvermögen und seine Kreativität auch in kritischen Situationen.
„Wen ich nicht unterrichte“: Menschen, die keinen Respekt vor ihrem Pferd haben.
Preise: Einzelstunde 18 Euro (ohne Fahrtkosten), Wochenendseminar Bodenarbeit und Verladetraining: 60 Euro.
Kontakt: 52379 Langerwehe, Mobil: 0170/3022007,
www.hq-pferdeausbildung.de
Im Interview
Mein Pferd: Was sollte ein Schüler in ihre Stunde mitbringen?
Herbert Quast: Den Willen, auch in schwierigen Situationen durch zu halten. Ich hatte mal einen Schüler, der ständig auf Toilette musste, sobald er bei einer Übung ins Schwitzen geriet. Während ich sein Pferd ritt, kam er einfach nicht wieder. Hinterher habe ich ihn dann im Reiterstübchen getroffen.
Mein Pferd: Was ist für sie der Schlüssel zu einer gelungenen Reitstunde?
Herbert Quast: Pferd und Reiter müssen Spaß haben. Das bedeutet auch, dass ich als Reitlehrer diese Freude an der Arbeit erhalten muss. Wenn eine Übung, auch wenn sie vorher „sitzt“, plötzlich nicht mehr so gut umgesetzt wird, bringt stures Wiederholen gar nichts. Dann gehe ich lieber einen Schritt zurück und mache etwas leichteres.
Mein Pferd: Lehnen Sie auch Reitschüler ab?
Herbert Quast: Sobald jemand respektlos seinem Pferd gegenüber wird. Das fängt
schon damit an, dass er „Bock oder Gaul“ zu seinem Tier sagt,
sobald eine Übung nicht funktioniert. Bis zur Misshandlung ist es dann
nicht mehr weit. Wenn Reiter ihr Pferd schlagen oder ihm andere
Schmerzen zufügen, haben sie bei mir nichts zu suchen.
Peter Stuhlmann
Peter Stuhlmann sieht seine Aufgabe in erster Linie darin, so genannten Problempferden und ihren Reitern zu helfen. Dabei arbeitet er nie nach Schema F, sondern stellt seinen Unterricht ganz individuell auf seine Schüler ein. „Ich trainiere mit meinen Schülern die Kommunikation vom Boden aus sowie im Sattel. Ich biete zum Beispiel auch Verladetrainings und Übungen im Gelände an“, erklärt der 60-Jährige. „Jeder bekommt bei mir genau das, was er in der jeweiligen Situation braucht.“ Drei Sachen, sind dem Trainer dabei besonders wichtig: Ruhe, Gelassenheit und das gegenseitige Zuhören. „Meine Schüler – Reiter und Pferde – sollen keine Monologe führen müssen.“ Vor rund 25 Jahren hat Peter Stuhlmann mit dem Westernreiten begonnen, ist aber in seinem Training allen Reitweisen gegenüber offen. In seiner Laufbahn hat Stuhlmann unter anderem intensiv mit Alfonso Aguilar und Lesli Desmond zusammen gearbeitet.
„Wen ich nicht unterrichte“: Ich gebe jedem eine Chance. Wenn das Pferd jedoch immer Schuld ist, halte ich das auf Dauer nicht aus. Es ist auch schon vorgekommen, dass Reiter und Pferd einfach nicht zusammen passen. Das sage ich dann auch.
Preise: Einzelunterricht (60–90 Minuten) 30 Euro (plus Fahrtkosten ab 10 Kilometer); Seminare 160 Euro/zwei Tage, Zuschauer 30 Euro/Tag
Kontakt: Bölkum 41, 53809 Rupprichteroth, Tel.: 02295/902136, Fax: 02295/902137, E-Mail:
root@horse-education.de,
www.horse-education.de
Ulrike und Christiane Gast
Die beiden Schwestern stammen aus einer alten Reiterfamilie
und daher dreht sich ihr Leben seit der Kindheit um Pferde. Christiane Gast ist neben ihrem Beruf als Chefsekretärin unter anderem Trainer A für Reiten und Richterin. Die Sonderpädagogin Ulrike Gast ist unter anderem Trainer B für Voltigieren. Beide Schwestern sind Autoren von Fachbüchern und arbeiten zudem bei der Produktion von Lehrfilmen im Pferdesport mit. Seit über zwei Jahrzehnten geben Ulrike und Christiane Gast ihr Wissen an Zwei- und Vierbeiner weiter.
"Wen wir nicht unterrichten": Jemanden, der sein Pferd nicht fair behandelt, würden wir auf Dauer nicht unterrichten.
Preise: Nach Absprache.
Kontakt: Oedingerberg 4, 57368 Lennestadt, Tel.: 02725/7383,
E-Mail:
info@pferdemeinsport.de,
www.pferdemeinsport.de
Britta Rasche
Bereits mit fünf Jahren lernte Britta Rasche an ihrem Elternhof auf Trakehnern die Grundsätze der klassischen Reiterei. Über die Jahre hatte Sie die Möglichkeit sich in Spanien und Portugal von großen Ausbildern weiterbilden zu lassen. Dort lernte die 30-Jährige unter anderem bei Pedro de Almeida, einem portugiesischen Ausbilder, der selbst Schüler von Nuno Olivera ist. Auch mit dem Zauberwaldteam von Günter Fröhlich arbeitete sie eng zusammen. Ihr größter Lehrmeister war jedoch ihr Lusitanohengst Havano, den sie selbst bis Grand Prix ausgebildet hat. Heute unterrichtet Britta Rasche in der klassischen Dressur Sportreiter, die sie auch auf Turnieren betreut, ebenso wie Freizeitreiter. „Dabei sind mir vor allem die Grundlagen extrem wichtig“, erklärt die Ausbilderin. „Wenn diese nicht stimmen, werden bei mir keine Lektionen geübt oder dressiert.“ Dabei steht besonders der Reiter im Mittelpunkt. „Er muss lernen, ausbalanciert zu sitzen und seine Hilfen korrekt zu geben, damit das Ziel – die Harmonie zwischen Reiter und Pferd – erreicht werden kann“, betont Rasche.
„Wen ich nicht unterrichte“: Ich unterrichte jeden, der sich weiterbilden möchte und bereit ist, meine Hilfe anzunehmen. Die Rasse des Pferde ist dabei egal, ich arbeite zum Beispiel auch viel mit Ganpferdereitern zusammen.
Preise: Nach Absprache.
Kontakt: Thalgauerstr. 22, 61267 Neu-Anspach, Tel.: 0172/2682420, E-Mail:
info@britta-rasche.de,
www.britta-rasche.de
Sandra Will
Geprägt wurde die 40-jährige Hessin in den letzten Jahren vor allem durch ihre Lehrerin Sonja Weber, Schülerin von Marc de Broissia und Philippe Karl. Heute ist Sandra Will neben dem klassischen Reitunterricht vor allem für ihre Sitzschulungen bekannt. Sie ist offen für alle Reitweisen und alle Pferderassen. „In meinen Seminaren laufen Kaltblüter neben Arabern, Dressur-pferde neben Western-, Gang- und Distanzpferden“, betont die Trainerin. „Einzig ein Maultier fehlt mir bislang in meiner Sammlung noch. “
„Wen ich nicht unterrichte“: Jemanden, der nichts lernen will.
Preise: Einzelunterricht 45 Minuten 25 Euro, Seminare circa 150 Euro/zwei Tage
Kontakt: Nebenstr. 2 a, 65529 Waldems, Tel.: 06126/505946; E-Mail:
sanwi@gmx.de
Anke Recktenwald
Selbst reitet Anke Recktenwald am liebsten Dressur im Sinne des Xenophon e. V., ist aber auch in anderen Reitweisen zu Hause. Die 42-Jährige geht viel ins Gelände – auch auf Distanzritte –, reitet Gangpferde und etwas Western. Besonders geprägt haben Anke Recktenwald dabei Trainer des Centered Riding sowie Linda Tellington Jones und Peggy Cummings. Diese Einflüsse bestimmen auch in ihren Unterricht. „Meine Schüler sollen lernen zu fühlen, was sie tun, wie sie sich korrigieren können“, erklärt Recktenwald. „So werden sie befähigt, ohne physischen oder psychischen Druck ein gesundes, leistungsfähiges Pferd zu trainieren.“ Wichtig ist der Trainerin, dass der Schüler etwas von der Biomechanik des Pferdes versteht, die Reitlehre versteht und so auch alleine weiter üben kann. Im Unterricht wünscht sich Anke Recktenwald eine positive Stimmung ohne Stress, in der die Pferde gerne mit ihren Menschen zusammen lernen, und auch die Reiter in einer Gruppe als Team arbeiten.
„Wen ich nicht unterrichte“: Ich unterrichte jeden, der lernen will. Jedoch kein Pferd unter drei Jahren (auch älter, wenn es zu jung angeritten wurde) oder eines, das körperlich oder aufgrund der Ausrüstung nicht in der Lage ist, schmerzfrei geritten zu werden. Hier würde ich erst die Voraussetzungen herstellen – wenn möglich.
Preise: Einzelstunde 40 Euro, Gruppenunterricht 20 Euro/Person (plus Fahrtkosten); Seminare 65 Euro/Tag (Seminare dauern zwei bis fünf Tage)
Kontakt: Friedhofstr. 31, 66646 Marpingen, Tel.: 06827/2058, Mobil: 0177/6035807,
www.anke-recktenwald.de
Ute Holm
© Privat
Haben Sie schon einmal auf einem echten Cutting-Pferd gesessen? Wenn Sie in ihrem Reitunterricht auch gerne Kühe mit dabei haben, dann ist Ute Holm genau die Richtige. Auf Kursen in Deutschland, Österreich, Spanien und der Schweiz vermittelt die Trainerin ihren Schülern die Arbeit mit dem Rind. Ute Holm ist nicht nur mehrfache deutsche Meisterin und Europameisterin in verschiedenen Westerndisziplinen, sondern wurde mit ihrem Team auch World Champion im Cutting. Für ihre Erfolge erhielt sie das Goldene Reitabzeichen der EWU. Ute Holm führt Anfänger und Umsteiger ebenso gerne in die Kunst des Westernreitens ein, wie sie ambitionierte Turnierreiter fördert und auf Turnieren begleitet. Hier profitiert sie auch von ihren Erfahrungen als Richterin. Besonders gerne widmet sich die Trainerin der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und begleitet sie oft jahrelang. Inzwischen kennt man Ute Holm auch als erfolgreiche Buchautorin. Ihre Bücher: „Westernreiten – aber bitte klassisch!“ und „Reiten wie ein Cowboy“.
„Wen ich nicht unterrichte“: Ich unterrichte jeden, der zu mir kommt. Denn dieser Schüler zeigt Bereitschaft, etwas zu lernen. Der Ausbildungsstand ist mir dabei völlig egal.
Preise: Einzelstunde 50 Euro, Gruppenstunde 40 Euro/Teilnehmer (max. sechs Reiter, oft bei Rinderarbeit), mit Schulpferd – auch für Cutting – plus 15 Euro zuzüglich Rindergebühr; Seminare circa 250–350 Euro/zwei Tage
Kontakt: Lieschingerstr. 36, 70567 Stuttgart, Mobil: 0172/7309561, E-Mail:
mail@uteholm.de,
www.uteholm.de
Sabine Ellinger
© Christiane Slawik
Sowohl im Turniersport als auch auf Shows ist Sabine Ellinger heute zu Hause. Vor allem mit ihrem Pony „Lancelot“, der die hohe Schule am langen Zügel perfekt beherrscht, ist sie bekannt geworden. Besonderen Spaß macht der 41-Jährigen aber das Unterrichten. „Bei der Arbeit mit den Pferden wird mir nie langweilig“, erklärt die Trainerin. „Im Unterricht merke ich oft gar nicht wie die Zeit vergeht.“ Dabei ist ihr egal, ob ihre Schüler höhere Ziele verfolgen oder einfach besser reiten wollen. Sie unterrichtet alle gerne, sei es bei der Arbeit im Sattel oder vom Boden aus. „Wir legen viel Wert auf korrektes Reiten im Sinne der Ausbildungsskala, einen sehr guten Sitz und feine Hilfen“, beschreibt Sabine Ellinger ihr Ausbildungskonzept. „Mein Mann sagt so schön: Reiten heißt, dass ich mit meinem Körper den Körper des Pferdes trainiere. Genau das ist es, was ich will: Pferd und Reiter als harmonische Einheit.“ Ihre Schüler sollen vor allem lernen, die Natur des Pferdes und seine Körpersprache zu verstehen und zu erkennen, dass auch das Umfeld wie Haltung, Fütterung und die persönliche Beziehung zum Pferd eine große Rolle spielen.
„Wen ich nicht unterrichte“: Reiter, die schlecht mit ihren Pferden umgehen und völlig uneinsichtig sind. Außerdem gehören Reiter, die nichts anderes im Sinn haben, als ihre Zahl an Turnierplatzierungen zu erhöhen, nicht zu meinen Wunschkandidaten. Wenn jemand Turniere in einem vernünftigen Rahmen reitet und dabei fair zum Pferd ist, habe ich nichts einzuwenden.
Preise: Einzelstunde ab 40 Euro (plus Fahrtkosten), ab 2009 wieder auf Schulpferden möglich; Seminare 120 Euro/zwei Tage (vier halbe Einzelstunden)
Kontakt: Käsbach 35, 71540 Murrhardt, Tel.: 07192/20830, E-Mail:
webmaster@dressur-design.de,
www.dressur-design.de
Grischa Ludwig
Grischa Ludwig ist als Westernreiter sowohl national als auch international sehr erfolgreich im Turniersport unterwegs. Mit der Mannschaft wurde er zum Beispiel im letzten Jahr Europameister, bei den Weltreiterspielen in Aachen holte er mit ihr den vierten Platz. Daneben trainiert der 38-Jährige Pferde auf seiner Anlage in Baden-Württemberg, coacht Amateurreiter, die ihre Pferde bei ihm in Beritt haben oder bildet Nachwuchstrainer aus. Gelernt hat Grischa Ludwig bei Volker Laves und Todd Arvidson in den USA.
„Wen ich nicht unterrichte“: Ich unterrichte nur die Leute, die ihr Pferd bei mir in Beritt haben.
Preise: Nach Absprache.
Kontakt: Schwantelhof 2, 72475 Bitz, Tel.: 07431/81979,
www.lqh.de
Barbara Heilmeyer
Die 54-jährige konnte schon als Kind nicht ohne Pferde leben: Um den Stallgeruch auch nachts um sich zu haben, legte sie sich ihre Reithose unters Kopfkissen. Später studierte sie zwar Russisch, aber perfekt unterhält sie sich auf „Pferdisch“. Sie selbst bezeichnet sich als Barockreiterin. Ihr großer Mentor ist Richard Hinrichs. Dabei ist sie offen für alle Reitweisen. „Ich arbeite an einem Problem, bis mir das Pferd die richtige Antwort gibt“, sagt sie.
"Wen ich nicht unterrichte": Keine Einschränkungen.
Preise: Einzelunterricht 40 Euro (plus Anfahrt), Seminare 70 bis 80 Euro pro Tag.
Kontakt: Fasanenhof, Kurze Allee 2, 76694 Forst, Tel.: 07251/3048699, Mobil: 0171/7500280, E-Mail:
info@barbara-heilmeyer.de,
www.barbara-heilmeyer.de
Dr. Hans-Walter Dörr
Dr. Hans-Walter Dörr ist Ausbilder und Lehrer der klassischen Reitweise. Zu seinen Lehrern gehörten und gehören unter anderem der spanische Vaquera-Meister Don Rafael Jurado-Castillo, Don Juan Rubio Martinez, Ausbilder der „Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre“ in Jerez, Joao Pedro Rodriguez, Oberbereiter der Portugiesischen Reitschule sowie vor allem Philippe Karl und Karl Prinz von Auersperg von der Spanische Hofreitschule in Wien. „Von dem Prinzen habe ich das Unterrichten gelernt“, erzählt der 68-Jährige. „Als er starb, habe ich es als Auftrag gesehen, seine Lehre weiter zu tragen.“ Dörr ist ein Verfechter der klassischen Reitkunst in Légèreté. Bei ihm sind aber Reiter aller Reitweisen willkommen. „Es gibt eben nur zwei Reitweisen“, betont Dörr. „Eine gute, die ist im Gleichgewicht, und eine schlechte, die ist nicht im Gleichgewicht.“ Auch mental muss der Reiter im Gleichgewicht sein, deshalb gibt es zu Dörrs Stunden immer ein bisschen Theorie. Und sein Unterrichtsziel ist dabei dasselbe wie das des Prinzen:
„Mit dem Unterrichten darf man erst zufrieden sein, wenn der Schüler besser ist als man selbst.“
„Wen ich nicht unterrichte“: Wer sein Pferd als Moped sieht. Wichtig ist, dass meine Schüler das Pferd als Lebewesen akzeptieren. Gerne unterrichte ich auch Anfänger und Kinder.
Preise: Einzelstunde 62,50 Euro (plus Fahrtkosten); Seminar circa 80-150 Euro/Tag
Kontakt: Nikolaushof, Ludwigshöhe 3, 82256 Fürstenfeldbruck, Tel.: 08141/59449
Antje Heimsoeth
Manchmal stehen sich Reiter selbst im Weg: Stress, Ängste, zu hoher Erwartungsdruck oder mentale Blockaden verhindern, dass sie ihre reiterlichen Ziele erreichen. Antje Heimsoeth hat sich genau auf diese Probleme spezialisiert. Sie bietet unter anderem Mentales Training für Reiter an – mit oder ohne Pferd. „Wichtig beim Reiten ist immer die innere Vorstellung von dem, was ich erreichen will“, erklärt die 43-Jährige. „Wir denken in Bildern. Bei Übungen frage ich deshalb immer nach, was der Schüler für ein Bild davon im Kopf hat.“ Wichtig sind der Trainerin vor allem, wie der Reiter sich auf dem Pferd fühlt, nicht wie es von außen aussieht. Im Unterricht arbeitet Antje Heimsoeth viel mit vertrauensbildenden Maßnahmen und auch mit der Dualaktivierung von Michael Geitner. Der Reitstil des Schülers oder die Pferderasse spielen dabei keine Rolle. Unter anderem trainiert Antje Heimsoeth den Bundeskader der Vielseitigkeitsreiter. Neben dem Reitunterricht setzt die Trainerin ihr Mental-Coaching-Konzept auch bei anderen Sportlern, bei Trainern, Managern und allgemein bei Privatpersonen ein.
„Wen ich nicht unterrichte“: Reiter, die mit Gewalt auf das Pferd einwirken und nie die Schuld bei sich suchen.
Preise: Einzelunterricht 45 Minuten 40 Euro (plus Fahrtkosten); Seminare circa 250 Euro/zwei Tage
Kontakt: SportNLPAcademy, Wendelsteinstr. 9b, 83026 Rosenheim, Tel.: 08031/892969, Mobil: 0171/6163194, E-Mail:
info@sportnlpacademy.de, Internet:
www.sportnlpacademy.de
Andrea Jänisch
© Christiane Slawik
Islandpferde und die iberische Arbeitsreitweise haben Andrea Jänischs Werdegang unter anderem beeinflusst. Der Weg zu mehr Harmonie stand immer im Vordergrund. Das will sie auch ihren Schülern vermitteln. Ihr Training besteht vor allem aus Bewegungsanalysen und Sitzschulen. Dabei ist es egal, ob ihre Schüler western, klassisch oder Gangpferde reiten. Auch die Bodenarbeit macht einen Großteil ihrer Arbeit aus. Hier arbeitet sie mit bekannten Trainern wie Alfonso Alquilar zusammen. Außerdem bietet sie mit „Train the Trainer“ Fortbildungskurse für Reitlehrer an.
„Wen ich nicht unterrichte“: Menschen, die sich lieber selbst reden hören. Pferde nehme ich dagegen alle.
Preise: Einzelunterricht 30 Minuten 30 Euro; Seminare circa 80–100 Euro/Tag
Kontakt: Burgham 17, 83358 Seebruck, Tel.: 08667/876837, Mobil: 0172/6110069; E-Mail:
andreajaenisch@aol.com;
www.andrea-jaenisch.de
Michael Geitner
Ob Freizeitpferd oder Turnierkracher, ob Araber, Haflinger oder Warmblut – Michael Geitner und sein Team bilden Pferde jeder Rasse und aus jeder Reitweise aus. Selbst Esel und Mulis gehören zu dem Kundenstamm des 43-Jährigen. Dabei steht vor allem die von Geitner entwickelte Dual-Aktivierung im Mittelpunkt. Das Trainingssystem soll helfen, die Balance, Gelassenheit und Leistungsbereitschaft des Vierbeiners zu stärken. Eine Schwierigkeit von vielen Pferden ist es nämlich, Reize aus beiden Augen zu erfassen. Meist versuchen sie, mit einem Auge auch Reize auf der entgegengesetzten Seite zu erkennen. Die Dual-Aktivierung stärkt Pferde darin, Rechts-Links-Reize besser zu verarbeiten. Dabei setzt die Methode auf kleine Gassen aus Softstangen in den Farben, die Pferde am besten sehen: Gelb und Blau. Gerne arbeitet Geitner dabei auch direkt mit dem "Haustrainer" zusammen. Mittlerweile beschäftigen sich namhafte Reiter und Trainer wie Dr. Matthias Baumann, Roger Kupfer (ehemaliger Europameister in der Reining) und Desmond O´Brian mit der Dual-Aktivierung. Geitner ist darüber hinaus auch für sein grundlegendes Trainingsprinzip „Be strict“ bekannt, das er in zwei Büchern veröffentlicht hat.
„Wen ich nicht unterrichte“: Ich habe noch nie jemanden von vornherein abgelehnt und nur sehr selten die Arbeit abgebrochen, wenn es zwischenmenschlich einfach nicht ging. Gerade wenn der Mensch falsche Ansichten hat oder vielleicht brutal reitet, kann ich doch erst recht etwas für das Pferd tun.
Preise: Einzelstunde 30 Euro (entweder inklusive Schulpferd oder inklusive Stallmiete), meist kommen die Schüler über mehrere Tage zum Training; Seminare extern circa 150 Euro/2 Tage; bei Geitner 290,-/4 Tage (Unterrichtsstunden inklusive Unterbringung vom Pferd bzw. ein Schulpferd)
Kontakt: Au 6, 83562 Rechtmehring, Tel.: 08072/371536, E-Mail:
kontakt@pferde-ausbildung.de,
www.pferde-ausbildung.de
Manolo Oliva
© Privat.
Manolo Oliva lebt heute mit seiner Familie im andalusischen Villamartin. Hier liegt die Wiege der traditionellen Doma Vaquera Reiterei, welche die Basis seiner Reitkunst bildet. „Die Doma Vaquera entstand aus der Notwendigkeit der täglichen Arbeit mit den Rindern auf dem Lande“, erklärt Manolo Oliva, der als Kind die Vaqueros bei ihrer täglichen Arbeit begleitete. Sein Ziel ist es heute, die feine Kommunikation zwischen Pferd und Reiter, die er dort gesehen hat, auch seinen Schülern zu vermitteln. „Pferd und Reiter sollen lernen, dieselbe Sprache zu sprechen und die gegenseitigen Anforderungen zu verstehen“, erklärt der Ausbilder. „Solange der Reiter nur Anweisungen gibt und der Antwort des Pferdes nicht zuhört, ist die Kommunikation einseitig. Ein harmonisches Bild entsteht erst durch Vetrauen und der Fähigkeit, einander zuzuhören.“ Die gymnastizierende Basisarbeit ist dabei für den Trainer unabdingbar. Nur ein gut gymnastiziertes Pferd sei in der Lage, all die Lektionen – zum Beispiel aus der Doma Vaquera – in der gewünschten Leichtigkeit auszuführen. Manolo Oliva hat selbst bei klassichen Ausbildern wie Manuel Ruiz und Ramos Paul gelernt, aber auch zusammen mit Jean-Claude Dysli viele Jahre Westernpferde ausgebildet. Auch bei seinen Schülern ist er deshalb allen Reitweisen gegenüber offen.
„Wen ich nicht unterrichte“: Alle Reiter sind bei mir willkommen, egal ob Anfänger, Umsteiger oder Fortgeschrittene.
Preise: Einzelunterricht 30 Minuten 55 Euro; Seminare dauern zwischen zwei und sieben Tagen, z. B. sechs Tage Seminar in Widum 565 Euro ohne Gastbox; Kurse in Spanien sind immer mit Schulpferd möglich, in Deutschland je nach Veranstalter.
Kontakt: E-Mail:
manolo@manolo-oliva.de,
www.manolo-oliva.de
Kontakt Deutschland: Uschi Klarer, Bachstr. 16 D, 86937 Scheuring, Tel.: 08195/1590, Mobil: 0179/2418244, E-Mail:
uschi@manolo-oliva.de
Anja Beran
© Privat
Bereits mit 16 Jahren lernte Anja Beran den Ausbilder Manuel Jorge de Oliveira kennen, der ihr Mentor wurde und sie bis heute begleitet und reiterlich betreut. Zur selben Zeit traf sie auch auf Marc de Broissia. Nach ihrem Abitur gehörte sie fest zu seinem Ausbildungsteam und arbeitete 16 Jahre an seiner Seite. Dabei hatte sie die Möglichkeit, Pferde verschiedenster Rassen und Ausbildungsniveaus zu reiten. Heute lehrt die 38-Jährige ihren Schülern diese klassische Reitkunst ihrer Lehrer und gibt auch im Ausland Seminare. Anja Beran ist vor allem bekannt geworden durch ihr Buch „Aus Respekt“.
„Wen ich nicht unterrichte“: Jemanden, der mit Schlaufzügeln reitet und bei dem das Pferd immer schuld ist. Wer zu mir kommt, muss sich auf meine Lehre einlassen.
Preise: Einzelstunde (nur am Hof) 60 Euro, von Mai bis September einmal im Monat öffentlicher Zutritt zur „Sonntäglichen Morgenarbeit“. Das Training wird von Anja Beran kommentiert, und die Besucher können Fragen stellen. Zweistündiges Seminar 15 Euro.
Kontakt: Gut Rosenhof, Rutratsried 7, 87651 Bidingen, Tel.: 08348/976230; E-Mail:
anjaberan@gmx.de,
www.anjaberan.de
Michael Putz
Michael Putz, erfolgreicher Dressur- und Springreiter bis zur Klasse S, Pferdewirtschaftsmeister und Träger des Goldenen Reitabzeichens, verfügt über jahrzehntelange Erfahrung als Ausbilder und Turnierrichter auf allen Ausbildungsstufen, sowohl in der Dressur als auch im Springen. Heute arbeitet der 63-Jährige freiberuflich als Ausbilder mit Schwerpunkt Dressur, gibt Einzelunterricht, leitet Seminare und Lehrgänge für Profis und Amateure, für Reiter, Ausbilder und Richter. Michael Putz ist unter anderem Mitautor der FN-Richtlinien Band 1 und 2 und der Deutschen Reitlehre sowie Fachlektor für weitere Bücher des FN-Verlages. In seinem Unterricht will er vor allem zeigen, dass seriöse, überlegte und gefühlvolle Ausbildung gemäß der klassischen deutschen Reitlehre absolut pferdegerecht ist. „Wir brauchen keine Légèreté, wir haben die deutsche Leichtigkeit“, betont der Ausbilder und stellt sich gegen die Kritiker der Deutschen Lehre.
„Wen ich nicht unterrichte“: Meine Schüler sollten so weit fortgeschritten sein, dass sie einigermaßen ausbalanciert sitzen und ihr Pferd selbstständig arbeiten können. Gerne unterrichte ich auch Kinder. Wenn mich aber jemand einfach nicht hören will, breche ich den Unterricht auch ab. Da reicht mir auch ein „Ja, aber“ nur im Kopf.
Preise: Einzelunterricht 40 Minuten 40 Euro (plus Fahrtkosten); Reitlehrgänge circa 40–60/Tag (meist eine Unterrichtseinheit pro Teilnehmer)
Kontakt: Am alten Weiher 10, 91054 Buckenhof, Tel.: 09131/532532, Mobil: 0160/8409726,
www.michael-putz.de
Hans-Jörg Radandt
Das Gestüt von Hans-Jörg Radandt und seiner Frau Susanne ist spezialisiert auf die Aus- und Weiterbildung von Arabern und Warmblütern. Pferd und Reiter können im Springen und in der Dressur bis Klasse S ausgebildet werden. Hans-Jörg Radandt, selbst erfolgreicher Turnierreiter, gibt sowohl auf seinem Hof als auch extern Unterricht, hält Seminare und Vorträge. Die Jugendförderung im Turniersport liegt dem Trainer dabei sehr am Herzen. Besonders stolz ist Radandt auf seine gut ausgebildeten Lehrpferde mit M-Niveau. Sie laufen nie in Gruppenstunden, sondern nur im Einzelunterricht. An seinem Hof gibt es also keinen Schulbetrieb im herkömmlichen Sinne. „Das ist auch die beste Voraussetzung für meinen Unterricht“, erklärt der 55-Jährige. „Ich wünsche mir eine ruhige Umgebung, ruhige, entspannte Reiter und losgelassene Pferde.“
„Wen ich nicht unterrichte“: Unbeherrschte Menschen ohne Horsemanship, die nicht aufnahmefähig sind. Ich unterrichte nur klassisch gerittene Pferde, jedoch keine bösartigen Pferde, die beißen oder schlagen.
Preise: Einzelunterricht 30 Minuten 20 Euro (plus Fahrtkosten), auf Schulpferd 24 Euro; Gruppenunterricht auf eigenem Pferd 10 Euro pro Person; Seminare 100 Euro/zwei Tage mit je zwei Unterrichtseinheiten (mit Schulpferd 120 Euro)
Kontakt: Schmalnohe 1, 92265 Edelsfeld, Tel.: 09665/8345,
www.trainingsstall-radandt.de
Bernd Hackl
Ein Cowboy, der Didgeridoo, das Instrument der australischen Ureinwohner, spielt? Für Bernd Hackl ist das kein Widerspruch. Die Jagd nach Pokalen und pferdegerechtes Reiten schon. Deshalb steht der 32 jährige der Turnierszene skeptisch gegenüber. Er will vor allem eins: Fair mit dem Pferd umgehen, egal ob am Boden oder im Sattel. Deshalb möchte er die Stärken eines Pferdes fördern und seine Schwächen ausgleichen. Sein Handwerk hat er während zahlreicher USA-Aufenthalte unter anderem bei Roy Sharpe, Steve Halloway und Bill Horn gelernt. Heute bildet „Mr. Horsemanship“ auf seiner Anlage im Bayrischen Wald Pferde aller Rassen und Reitweisen aus, wobei er Wert darauf legt, die Besitzer mit in das Training einzubeziehen.
„Wen ich nicht unterrichte“: Keine Einschränkungen.
Preise: Einzelstunde 30 Euro, Seminare circa 180 Euro.
Kontakt: Trainingsstall Leuthenmühle, 94239 Ruhmannsfelden, Mobil: 0170/3374255; E-Mail:
poco@freenet.de;
www.berndhackl.jimdo.com
Barbara Schimpfig
Ihr Lehrmeister war Eberhard Weiß, ein Schüler des legendären Egon von Neindorff, der auch Größen wie Richard Hinrichs, Bent Branderup und Marc de Broissia unterrichtete. Der Leitspruch von Egon von Neindorff gilt auch heute für Barbara Stimpfing: „Es gibt nur zwei Reitweisen: eine gute und eine schlechte.“ Die 37-Jährige ist deshalb offen für alle Reiter und alle Rassen. In ihrem Unterricht möchte sie vor allem, dass ihre Schüler verstehen, warum sie etwas machen sollen oder eben nicht und nicht einfach nur den Aufforderungen des Reitlehrers folgen.
„Wen ich nicht unterrichte“: Keine Einschränkungen.
Preise: Einzelstunde 20 Euro (plus Fahrtkosten), Seminare gibt sie bisher noch nicht, sind aber möglich.
Kontakt: Hauptstr. 4, 97204 Höchberg, Tel.: 0160/8461280, E-Mail:
stimpfig.barbara@wue.bfz.de
Michael Laußegger
Michael Laußegger erhielt seine reiterliche Ausbildung in der Spanischen Hofreitschule in Wien, wo er mehrere Jahre tätig war. Sein Unterricht ist deshalb nach den Grundsätzen der klassischen Dressur aufgebaut. „Dabei wünsche ich mir als Schüler engagierte Reiter, die mit ihrem Partner Pferd die Reiterei zur Kunst erheben wollen, wohl wissend, dass dies nur durch Sensibilität und Gewaltfreiheit möglich ist“, erklärt der 46-Jährige. Laußegger fördert Dressurreiter mit Turnierambitionen bis zur Klasse S und unterrichtet Freizeitreiter aller Reitweisen. Zu seinen Schülern gehören zum Beispiel auch viele Gangpferde-Reiter. Das Training findet im Heimatstall des Reitschülers statt, aber auch in Laußeggers Betrieb in Streifing, wenn das Pferd dort in Beritt ist.
"Wen ich nicht unterrichte": Jemanden, der nichts dazulernen will.
Preise: Einzelstunde 50 Euro (plus Fahrtkosten); Seminare werden von Teilnehmern und Zuschauern bezahlt, für Teilnehmer circa 90–140 Euro/Tag
Kontakt: Vordere Dorfstr. 19, 2125 Streifing/Österreich, Tel.: +43/2575/2876, Tel.: +43/676/ 3420304, E-Mail:
m.laussegger@utanet.at,
www.dressur.at
Horst Becker
Seminare zum Thema Klassische Dressur, Doppellonge und Freiheitsdressur hält Horst Becker mittlerweile in ganz Europa. Seinen Reit- und Ausbildungsstil haben vor allem der Zirkusdirektor Fredy Knie und Professor Kurt Albrecht, ehemaliger Direktor der Spanischen Hofreitschule, geprägt. In Horst Beckers Kursen dreht sich meist alles um die Biomechanik des Pferdes. „Es geht darum, die Muskulatur des Pferdes, seine Beweglichkeit und Kondition zu trainieren“, erklärt der Trainer. „Ich baue die Pferde sozusagen um, damit sie die gewünschten Leistungen bringen können.“ Zu diesem Thema suchen Spring- und Dressurreiter genauso wie Vertreter der Gangpferde- oder Westernszene seinen Rat. Horst Becker unterrichtet dabei Grand-Prix-Reiter ebenso gern wie Einsteiger, die nur kurze Zeit im Sattel sitzen. Auch ist er allen Rassen gegenüber offen. „Ich unterrichte Reiter, deren Isländer fliegende Wechsel springen“, berichtet der Trainer, der seinen Wohnsitz in den Niederlanden hat.
„Wen ich nicht unterrichte“: „Ja, aber“-Sager. Sonst unterrichte ich jeden, der engagiert ist.
Preise: Einzelstunde 45 Euro, Seminare circa 60–110 Euro/Tag
Kontakt: Dorpsstraat 4a, 7957 AV De Wijk, Tel.: 0031/ 646343479,
horseprojekte@gmail.com,
www.horstbecker.com
Honza Blaha
Der Shooting Star der letzten Equitana wurde 1977 in der Tschechoslowakei geboren. Bereits mit neun Jahren saß er zum ersten mal auf einem Pferd. Der ehemalige Meisterschüler von Pat Parelli legt besonderen Wert auf eine feine Kommunikation zwischen Pferd und Reiter. Sein Unterricht beginnt am Boden, später überträgt er das Gelernte auf die Arbeit im Sattel. Dabei hat sich der begeisterte Springreiter auf keine Reitweise festgelegt. In seinen Seminaren treffen sich Isländer, Kaltblüter, Quarter Horses oder auch Hannoveraner. Honza Blaha lebt mit zehn Pferden auf seiner Farm bei Borová/Tschechien.
„Wen ich nicht unterrichte“: Problempferde und Hengste nur im Einzelunterricht. Sonst jede Rasse und Reitweise.
Preise: Einzelunterricht 60 bis 125 Euro. Seminare 125 Euro pro Tag. Zuschauer 35 Euro.
Kontakt: Über Anja Wustrau, Tel.: 0421/3032132, Mobil: 0171/3235474; E-Mail:
anja@honzablaha.cz;
www.honzablaha.cz
Urs Heer
© Urs Heer
Urs Heer ist Schüler von Pat Parelli, dessen Trainingssystem er in Deutschland und der Schweiz unterrichtet. „Ich möchte die Menschen vor allem auch ‚impowern‘ mehr und mehr ‚ppn‘ zu werden: positiv, progressiv und natürlich. Und das in allem was sie tun, nicht nur im Umgang mit Pferden“, beschreibt der 45-Jährige das Trainingskonzept. Seine Kurse sind deshalb vorwiegend Menschentraining: Sie sollen lernen Sicherheitsaspekte zu beachten, Führungskompetenzen zu erlangen und den daraus entstehenden Spass mit dem Pferd erleben. „Sobald der Mensch seine Emotionen unter Kontrolle bringt, indem er beginnt zu denken wie ein Pferd, bevor die menschlichen Gedanken zu sehr im Wege stehen, sind Pferde wirklich einfach“, betont Urs Heer.
„Wen ich nicht unterrichte“: Kinder unter zwölf Jahren. Halter von Hengsten und Jungpferden unterrichte ich lieber mit einem anderen Pferd, bis sie einen gewisses Kompetenz-Level haben. Ich unterrichte gerne absolute Neueinsteiger und all die, die das Ziel haben wirklich ppn zu werden. Ängstlichen Menschen oder Besitzern so genannter Problempferde empfehle ich zuerst ein Leihpferd zu benutzen, damit sie schneller lernen können und Ihr Selbstvertrauen wieder auf Vordermann bringen. Nach dem Motto: das Pferd kann nur so mutig wie sein Reiter sein.
Preise: Einzelstunde extern 55 Euro; Gruppenunterricht ab 25 Euro; dreistündiges Einführungsseminar 15 Euro/Person (zweite Person gratis, die 15 Euro werden als Gutschein für einen Einkauf im HETS-Shop oder für eine Kursgebühr angerechnet); Kurse Level 1–3: 155 Euro/Tag (Leihpferd je nach Level 50–80 Euro/Tag), Zuschauer 60 Euro/Tag; „Time Share“-Programm: Persönliches Coaching von Schülern mit Level 1, besser Level 2, die einen Tag mit Heers Pferden arbeiten: 120 Euro/Tag
Kontakt: Suot Chesas 8b, CH-7512 Champfer, Schweiz, Tel: 0041/793371076, E-Mail:
mail@uheer.ch,
www.uheer.ch
Bernie Zambail
© Monika Vehlow
Der gelernte Hufschmied Bernie Zambail arbeitet als Parelli-Instructor in Deutschland und der Schweiz. Sein persönliche Ziel im Horsemanship ist die Verfeinerung in der klassischen Dressur zur Légèreté (Leichtigkeit). „Wichtig ist mir vor allem, dass sich das Pferd und der Reiter wohl fühlen, denn nur so können sie beide effektiv lernen“, erklärt der Schweizer sein Unterrichtsziel. Auch an seiner eigenen Weiterbildung arbeitet Bernie Zambail fortwährend bei namhaften Pferdespezialisten wie Michel Henrigues (einem Schüler und Freund von Nuno Oliveira), Bent Branderup, Fritz Stahlecker, Mike Bridges und natürlich immer wieder zusammen mit Pat und Linda Parelli. Reiten als Kunst – das ist es, was Bernie Zambail seinen Schülern vermitteln will.
„Wen ich nicht unterrichte“: Reiter, die ihren Ehrgeiz oder den sportlichen Erfolg vor die Beziehung zu ihrem Pferd stellen.
Preise: Einzelstunde 70 Euro; Kurse: Level 1 Einsteiger 140 Euro/Tag, Level 1 Beginner Camp 155 Euro/Tag, Level 2 und Level 3 Kurse 155 Euro/Tag (Fahrtkosten nach Absprache)
Kontakt: Konservenstr. 48, CH-8215 Hallau, Schweiz, Tel.: 0041/52/6851645, E-Mail:
berni.zambail@bluewin.ch, Internet:
www.pnh-parelli-instructor.com