Text: Nicole Audrit     Foto: Adobe Stock

Kleine Snacks eignen sich hervorragend zur Begrüßung oder zur Belohnung nach erfolgreicher Arbeit. Bei der eigenen Ernährung achtet man darauf, möglichst frisch und gesund zu kochen. Auch Pferdeleckerli kann man einfach selber backen – Backschürze umbinden, entspannen und los geht’s!

Äpfel, Karotten und Hafer sind bekannte Bestandteile der Pferdefütterung. Was braucht man jedoch, um Leckerli selbst zuzubereiten? Generell eignen sich viele Obst- und Gemüsesorten, somit sind die Rezepte individuell veränderbar, und der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Wer sich nicht sicher ist, ob bestimmte Zutaten auch verträglich sind, sollte lieber darauf verzichten: Beispielsweise hat Kohl nichts in der Pferdefütterung zu suchen und kann zu einer schlimmen Kolik führen. Ähnlich verhält es sich bei der Zubereitung von Kräuterleckerli: Kräuter haben bestimmte Einsatzzwecke und sollten nicht ohne Indikation eingesetzt werden. Dr. Christa Finkler-Schade, Expertin für Pferdefütterung, rät: „Nach Möglichkeit sollte komplett auf Süßungsmittel wie Zucker oder Honig verzichtet werden.“ Bei Mehl und Haferflocken ist die Vollkorn-Variante empfehlenswert.

In Reitsportgeschäften gibt es eine nahezu unüberschaubare Auswahl an Leckerli, warum sich also die Mühe machen und sie selbst backen? Weil es eine Menge Spaß macht, den vierbeinigen Liebling sozusagen zu bekochen. Man muss auch kein Kochprofi sein, da sich die Rezepte schnell und einfach umsetzen lassen. Außerdem kennt man bei selbstgemachten Leckerli die Inhaltsstoffe genau und kann auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes eingehen. Nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pferden unterscheiden sich die Geschmäcker: Während das eine Pferd völlig verrückt nach Bananen ist, liebt der andere Vierbeiner Knoblauch.

Gesunde Gaumenfreuden

Leckerli können das Hauptfutter nicht ersetzen, sie sind lediglich eine schmackhafte Ergänzung. Beim Anblick von Leckerli fangen viele Pferde an zu brummeln und freuen sich. Daher bereitet es dem Menschen auch Freude, das Pferd zu belohnen. Natürlich nur in Maßen und auch nur, wenn keine Unarten – beispielsweise Beißen oder extremes Betteln – bestehen.

In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Leckerbissen in den Futtertrog zu legen und weitestgehend darauf zu verzichten, das Pferd aus der Hand zu füttern. Leckerli können neben der belohnenden Wirkung durchaus auch die Pferdegesundheit unterstützen beziehungsweise dazu beitragen, dass Pferde unliebsame, aber nötige Zusatzfuttermittel besser fressen. Bierhefe hilft beispielsweise bei Haut- und Fellproblemen, während einige Kräuter unterstützend gegen Husten wirken können. Manche Pferde sind wahre Künstler im Aussortieren von Zusatzpulvern, diese können,im Leckerli versteckt, dem Pferd „untergejubelt“ werden.

Den kompletten Text finden Sie in der Mein Pferd Spezial-Ausgabe.