Starker Rücken

Kuschelzeit

Die Tagen werden kürzer, die Sonnenstunden weniger, und die Blätter haben sich in rot-gelben Tönen verfärbt. Wir genießen noch den Spätsommer, aber der Herbst steht schon in den Startlöchern. Auch unsere Vierbeiner schieben langsam wieder Fell nach und werden eingedeckt, sodass sie vor der Witterung geschützt sind.

Die Ausritte im Wald erscheinen einem nun, als ob man durch fremdes Gelände reiten würde. Mit dem Herbst kommt auch mehr Regen, der Boden ist bedeckt von buntem Laub, und der Geruch, der von dem nun feuchteren Boden aufsteigt, ist noch ganz fremd. Die Abende am Stall werden ruhiger, da viele Einstaller in der Dunkelheit lieber auf der Couch liegen als Boxen zu misten, zu pflegen oder zu reiten.

Nach ein wenig Eingewöhnungszeit stelle ich aber immer wieder fest, dass auch dieses „Alleinsein“ oder zumindest der Verzicht auf den abendlichen Sommertrubel am Hof etwas für sich hat: Die Nähe zum Pferd und die Stunden, die man innig mit ihm verbringt, schweißen Pferd und Reiter zusammen. Der Alltagsstress verfliegt, während ich den Kopf meines Pferdes putze, der Wallach die Augen schließt und mit mir ganz allein und still diese Alltagssituation erlebt.

Geben Sie dem Herbst eine Chance, dass er bereichernd werden kann – zwar wahrscheinlich mit einem Wetter, das uns eher zum Heulen als zum Strahlen bringt, aber dafür mit ganz viel Ruhe und kuscheligen Abenden auf der Couch (falls der Vierbeiner mal nicht gut aufgelegt ist).

Einen guten Start!

Lara Wassermann

Leitende Redakteurin Mein Pferd

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