Text: Aline Müller           Foto: www.Slawik.com

Honig und die damit zusammenhängenden Bienenprodukte haben sich seit mehreren Jahrtausenden als Naturheilmittel bewährt. Die sogenannte Apitherapie kann die klassische Veterinärmedizin begleiten, wenn nicht manchmal sogar ersetzen. Wie die Bienenapotheke Pferden helfen kann, erklärt Dr. Friedrich Hainbuch.

Trotz des medizinischen Fortschritts haben Naturheilmittelwie Honig und andere Bienenprodukte nicht ausgedient. Ganz im Gegenteil: „In der heutigen Zeit zählt die rasant wachsende Zahl von Krankheitserregern, die zunehmend unempfindlicher gegen gängige Antibiotika werden, zu den größten Herausforderungen der Infektionsmedizin“, betont Dr. Friedrich Hainbuch. Der Hobbyimker und Freizeitreiter ist Autor des Buches „Bienenapotheke für Pferde“.

Seit etwa 20 Jahren weisen Forschungen darauf hin, dass mit Bienenprodukten gefährliche Krankheitskeime und die von ihnen verursachten gefürchteten chronischen Erkrankungen hochwirksam bekämpft werden können. „Auch bei der Milderung von Nebenwirkungen durch Medikamente in der Pferdemedizin werden teilweise deutlich bessere Resultate erreicht, als es mit pharmazeutischen Produkten möglich wäre“, sagt unser Experte.

Die Geschichte der Apitherapie

Die medizinische Verwendung von Bienenprodukten wird als Apitherapie bezeichnet. Der Begriff setzt sich aus dem lateinischen Wort „Apis“ (Biene) und der griechischen Bezeichnung „therapeia“ (Krankenpflege) zusammen. In der Apitherapie werden neben medizinischem Bienenhonig unter anderem auch Bienenwachs, Blütenpollen, Propolis, Bienengift und Bienenstockluft gezielt zur Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt. Werfen wir einen Blick auf die Geschichte: Bernsteinfunde lieferten den Beweis, dass die Biene seit rund 50 Millionen Jahren auf der Erde lebt. Die Heilwirkung von Honig ist seit über 6.000 Jahren bekannt. Honig und Propolis dienten den Urvölkern sowohl als Nahrung als auch als Heilmittel. Die Apitherapie wurde auf der ganzen Welt genutzt und setzte sich über Grenzen beziehungsweise Kulturen hinweg. Auch Mediziner und Philosophen wie Hippokrates, Paracelsus oder Aristoteles empfahlen die Verwendung von Bienenprodukten bei diversen Beschwerden. Einen Einschnitt erfuhr die Apitherapie mit der Entdeckung des Penicillins und dem Aufkommen chemischer Medikamente. Dennoch erforschten einige Länder weiterhin den medizinischen Nutzen der Bienenprodukte. Heutzutage setzen sogar manche Kliniken auf die positiven Heilkräfte, die von der Apitherapie ausgehen. Auf den nächsten Seite stellen wir Ihnen einen Auszug aus der Bienenapotheke für Pferde vor.

…den kompletten Artikel – inklusive vieler praktischer Anwendungsbeispiele – finden Sie in der Mein Pferd-Ausgabe 4/2020.