Text: Alexandra Koch   Foto: www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Bereits als Ingrid Klimkes Vater Dr. Reiner Klimke noch am Leben war, spielte das Training mit den Bodenricks „Cavaletti“ im reiterlichen Alltag eine Hauptrolle. Damals in den 80er- und 90er-Jahren war der italienische Begriff, der einst bereits durch Federico Caprilli (den „Entwickler“ des leichten Sitzes) genutzt wurde, noch wenig verbreitet

In den letzten gut zwanzig Jahren haben die Cavaletti enorm an Beliebtheit gewonnen und sind heute aus kaum einem Stall mehr wegzudenken. Ingrid Klimke legte vor einigen Jahren das Werk „Cavaletti“, das ihr Vater vor über 50 Jahren schrieb, neu und mit vielen Erweiterungen auf. So ist es kein Wunder, dass sie auch unter Profis als Expertin gilt, was Springgymnastik betrifft.

Cavaletti für alle

Zunächst betont die Reitmeisterin einmal mehr, dass die Gymnastizierung mit Cavaletti für jedes Pferd – ob jung oder alt, ob Sportler oder Freizeitross, ob Pony oder Vollblut, ob Dressur- oder Springpferd – sinnvoll ist. „Cavaletti verbessern die Grundgangarten, fördern Takt und Losgelassenheit und sorgen für Motivation und Fitness“, erklärt sie.

Sowohl freilaufend als auch an der Longe und unter dem Sattel gibt es zahlreiche Variationen der Gymnastizierung mit Cavaletti im Stall Klimke. „Oberstes Ziel meines Vaters und heute ebenso von mir sind die Gesunderhaltung und gleichzeitige Gymnastizierung des Pferdes“, erklärt die Expertin.

Die Muskelschulung sei ein wesentlicher Teil der Arbeit, so Klimke. „Die Kräfte im Körper werden gestärkt und die Gelenke zudem geschmeidiger. Pferde werden bei der Arbeit mit Cavaletti zu bestimmten kontrollierbaren Bewegungsabläufen veranlasst. Sie fußen durch die Bodenricks höher als gewöhnlich ab und setzen dadurch fester und bestimmter auf dem Erdboden auf. Die Fußfolge der Grundgangarten bleibt dabei erhalten, aber dennoch werden alle Beine und die zugehörigen Gelenke vermehrt beansprucht und durch das dynamische An- und Abspannen der Muskeln diese gekräftigt.“

Zudem wird das Herz-Kreislauf-System vermehrt aktiviert und entwickelt sich besser. Die Belastbarkeit des Kreislaufes nimmt also zu.

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