Text: Alexandra Koch                Foto: Getty Images/Tetra images RF

Regen, Matsch, Schnee und Kälte sind allesamt kleine Herausforderungen für den Reiter. Zugegeben: Ausritte im Winter sind anspruchsvoller zu gestalten, als es im Sommer der Fall wäre. Mit diesen Tipps sind Sie auf der sicheren Seite.

Wer vorsorgt und gut gerüstet nach draußen geht, der muss die kalte Jahreszeit keinesfalls fürchten. Wichtig ist allerdings, Themen wie die ausreichende Beleuchtung von Pferd und Reiter ernst zu nehmen – genauso wie den passenden Grip für den Huf im Schnee, die wärmende Ausrüstung sowie achtsames und bedachtes Reiten, das den Gegebenheiten angepasst ist. Eines sollte auf keinen Fall vergessen werden: der Spaß am Reiten auch in der kalten Jahreszeit sowie die Tatsache, dass Pferde die Bewegung an der frischen Luft das ganze Jahr über benötigen. Das hält gesund und fit und sorgt dafür, dass stallbedingte Atemwegserkrankungen keine Chance haben. Wir bieten einen Überblick mit den wichtigsten Aspekten, die man als Reiter auf jeden Fall beim winterlichen Geländeritt beachten sollte.

Immer gut beleuchtet

Die Tage werden immer kürzer. Erst spät geht morgens nun die Sonne auf – und je nach winterlichem Monat zwischen 16 und 18 Uhr bereits wieder unter. Wichtig ist nun eine ausreichende Beleuchtung von Reiter und Pferd. Denn auch wenn man bei Tageslicht losreitet, so ist es doch nicht immer sicher, dass man vor Einbruch der Dunkelheit zurück ist. Plötzliche Regenschauer, aufziehender Nebel oder Schneefall tun ihr Übriges, um die Bedingungen zu erschweren. Ein Mindestmaß an Beleuchtung wird sogar in der Straßenverkehrsordnung (StVO) verpflichtend vorgegeben. Dort heißt es in Paragraf 28: „Wer reitet, Pferde oder Vieh führt oder Vieh treibt, unterliegt sinngemäß den für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen. Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden: 1) beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht, 2) beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.“

Eine Leuchte am linken Reitstiefel ist laut des oben genannten Gesetzes verpflichtend. Solche Lampen sind zur Befestigung am Stiefel und am Reithelm günstig erhältlich. Doch allein mit der Lampe ist es nicht getan! Hier hilft der Selbsttest: Man befestigt die Lampe ordnungsgemäß am Stiefel und lässt sich dann in der Dunkelheit einfach einmal mit dem Smartphone ablichten. Wie viel vom Reiter und Pferd sieht man in der Dunkelheit wirklich? Wichtig ist, dass es dabei drumherum tatsächlich relativ dunkel ist. Zudem sollte keine Stallbeleuchtung oder Straßenlaterne in der Nähe sein.

Ein wenig Rechenspaß zeigt schnell auf, wie gefährlich es werden kann: Bei einer Gefahrenbremsung bei 50 km/h beträgt der Bremsweg 12,5 Meter plus 15 Meter Reaktionsweg, was insgesamt einen Anhalteweg von 27,5 Metern bedeutet. Bei 100 km/h auf der Landstraße ergibt sich ein Anhalteweg von 80 Metern bei Gefahrenbremsung. Deshalb sollten Pferd und Reiter möglichst frühzeitig vom Autofahrer gesehen werden. Mit einkalkuliert werden sollte stets, dass in derartigen Situationen oft schlechte Sicht herrscht.

Viel hilft viel

Nur hochwertige Leuchtmittel können Reiter und Pferd ausreichend schützen, weshalb auch nicht auf die günstigsten Produkte zurückgegriffen werden sollte, denn diese haben teils nur eine Leuchtkraft von 30 Metern Reichweite. Am Stirnband der Trense bzw. den Zügeln können Reflektoren zwar zusätzlich genutzt werden, aber wenn das Pferd den Kopf nicht am hingegebenen Zügel senkt, werden diese erst spät wahrgenommen, denn die Scheinwerfer eines Autos strahlen von Weitem gar nicht so weit nach oben. Abhilfe schaffen Reflektoren im unteren Bereich des Pferdes, etwa in Form einer Decke oder an den Beinen. Experten betonen, dass viel Beleuchtung auch viel hilft. Der Autofahrer sollte bereits aus größerem Abstand erkennen können, was sich da auf der Straße befindet.

…den kompletten Artikel lesen Sie in der Mein Pferd-Ausgabe 12/2019.