Service 15.03.2010

Resistente Würmer

In der April-Ausgabe (MP 4/10) verraten wir Ihnen alles über Wurmresistenzen. Eine Übersicht der häufigsten Wurmarten finden Sie hier.
Die häufigsten Würmer

Strongyliden (Palisaden- oder Blutwurm):
Große: 1.7 - 2.5 cm lange, rotbraune Rundwümer
Kleine: 4 - 26 mm lange, weiße Würmer

Besonders hohes Infektionsrisiko auf kleinen Weideflächen, auf denen niemand die Pferdeäpfel absammelt. Resistenzen bei kleinen Strongyliden von 50 Prozent gegen Benzimidazole. Die Eier und Larven können auf den Weiden überwintern. Anzahl der Wurmeier ist im Mai und Juni am geringsten und erreicht im August ihr Maximum. Das größte Infektionsrisiko besteht in der zweiten Hälfte der Weideperiode.


Askariden (Spulwürmer):
15 - 50 cm lange, bleistiftdicke Würmer

Vor allem Fohlen sind betroffen, ältere Pferde entwickeln Immunität, die sich bei Senioren abschwächt. Besonders hohes Infektionsrisiko auf kleinen Weideflächen, auf denen nicht abgeäpfelt wird. Oder bei Nachbeweidung der Fohlen und Mutterstuten. Fohlen scheiden nach etwa zehn Wochen die ersten Eier aus, mit 16 bis 18 Wochen werden die meisten Eier ausgeschieden. Resistenzen gegenüber Wirkstoffkomplexen der Wurmkuren sind eher selten. Um die Zufuhr von Wurmeiern zu reduzieren, kann die Koppel erst geheut, dann zur Beweidung freigegeben werden.


Strongyloides westeri (Zwergfadenwurm):
8 - 9 mm lange, sehr dünne Würmer

Zwergfadenwürmer leben in Bohrgängen der Dünndarmschleimhaut. Besonders stark sind Fohlen betroffen, die sich mit der Muttermilch infizieren. Die meisten Wurmeier findet man circa zwei Wochen nach der Geburt. Bekämpfung durch Entwurmung der Mutterstute mit ivermektinhaltiger Wurmkur direkt nach dem Abfohlen.


Dictyocaulus arnifieldi (Lungenwürmer)
Eine Ansteckung erfolgt durch Esel. Von Lungenwürmern verseuchte Weiden gelten drei Monate als verseucht.


Anoplocephala (Bandwürmer):
weißer sehr großer Wurm, kann einige Meter lang werden.
 
Vorsichtig geschätzt ist mindestens jedes dritte Pferd betroffen, einer Studie der Parasitologie Leipzig zufolge sogar mehr. Nachweis im Pferdekot ist schwierig. Hauptinfektionszeitpunkt ist der Spätsommer und Herbst. Die Wurmeier sind völlig ungefährlich. Die Bandwurmlarven benötigen Grasmilben als Zwischenwirt. Erst durch den Beifraß von Grasmilben gelangen Bandwurmlarven in den Pferdekörper. Bandwürmer sind sehr widerstandsfähig und bilden Resistenzen aus.


Gasterphilus (Magendasseln):
rötliche Insektenlarven, Nachweis nur über Magenspiegelung

Dasselfliegen kleben im Sommer ihre gelblichen Eier an die Haare der Pferde. Im Dezember bis März erreichen die Larven den Magen und Darm. Die größten Schädigungen ergeben sich durch die Wanderschaft der Larven im Körper. Die Durchseuchung mit Magendasseln hängt stark von der lokalen Verbreitung der Dasselfliege ab.

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